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:: BetreuungsGebiete
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Tieren und Pflanzen
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Wittmoor
Lage: Das
NSG Wittmoor liegt im nord-östlichen Teil Hamburgs, an der Grenze der Stadtteile
Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt zu Schleswig Holstein. Besonderheit: Das
Wittmoor ist das Naturschutzgebiet, dessen Moorlandschaft die letzte zugängliche
Hochmoorfläche auf Hamburger Stadtgebiet ist. Verkehrsanbindung: Mit
dem Bus 276 oder 376 bis Fiersbarg; ca. 2 km Fußweg. Entstehung: Hier
bietet sich die Möglichkeit, die abwechslungsreiche Geschichte einer Landschaft
nachzuvollziehen, die vor 15.000 Jahren, zu Zeiten der letzten Eiszeit, entstand.
Sie entwickelte sich von der eiszeitlichen baumlosen Tundra zu Birken-Bruchwäldern
mit Weiden und Erlen. In diesen feuchten Bruchwäldern hielt sich das Wasser
so lange, dass die organischen Zersetzungsprozesse nicht vollständig ablaufen
konnten. So sammelten sich Laub und Pflanzenreste mit der Zeit zu einen Meter
hohen Bruchwaldtorf an, der den darunter liegenden Boden abdichtete.
 Dies waren
beste Bedingungen für die Ansiedlung von Torfmoosen, die zur weiteren Versauerung
des Boden beitrugen. Auf diese Weise wurden die Lebensbedingungen für andere
Pflanzen erschwert und die Torfmoose konnten sich über die Jahrtausende großflächig
ausbreiten und optimal wachsen. Bis Anfang des letzten Jahrhunderts hatten
sich aus den abgestorbenen Torfmoosen 3-5 Meter dicke Torfschichten gebildet,
die deutlich über die Umgebung empor ragten. Ein Hochmoor war entstanden,
nach einer über 8000 Jahre andauernden Entwicklung. Einfluss
des Menschen: Die Tätigkeit des Menschen hat dann allerdings bewirkt,
dass das Hochmoor innerhalb einer 60 jährigen Kultivierungsphase (ca. seit
1910 Torfabbau) nahezu gänzlich verschwand! Von der baumlosen Oberfläche
mit emporgewölbtem Torfkörper blieb nicht viel übrig. Anstelle
von Torfmoosen, Wollgräsern und Glockenheide beherrschten nun Birken und
Pfeifengras die Landschaft. Ca. 1970 jedoch wurde die Moor-Regeneration eingeleitet:
Hierzu wurden die Entwässerungsgräben wieder geschlossen und im abgetorften
Mittelteil des Moores konnten zwei neue Hochmoorseen entstehen. So wurde eine
neue Moorentwicklung eingeleitet, um zumindest die Reste dieses seltenen und bedeutenden
Lebensraumes zu erhalten.

Ökologie, Tiere und Pflanzen: In dem Hochmoor-Lebensraum herrschen recht extreme
Lebensbedingungen, mit denen, neben den Torfmoosen, nur wenige Arten zurecht kommen,
wie z.B. verschiedene Heidekräuter. Diese kommen
mit den extrem versauerten und nährstoffarmen Boden gut zurecht. Typische Arten sind die großblütige Glockenheide, die Besenheide und die Moosbeere. Ähnlich gut gedeihen die
Wollgräser, die dem Moor im Mai und Juni durch ihre weißen Fruchtstände
einen besonderen Reiz verleihen.
Als große Besonderheit kommen im Wittmoor äußert seltene Moorbewohner vor: fleischfressende Pflanzen.
Diese Pflanzen haben sich, um an diesem Standort überleben zu können, auf den Insektenfang als zusätzliche Nahrungsquelle spezialisiert. Im Wittmoor finden sich drei verschiedenförmige Arten des
Sonnentaus als Vertreter der fleischfressenden Pflanzen.
Neben den seltenen Pflanzenarten kann man aber auch viele wärmeliebende, teilweise seltene Insekten im Moor beobachten, da im Hochmoor aufgrund der wenigen Bäume die Sonnen-einstrahlung sehr hoch ist. Beispiele sind der
Bläuling, charakteristisch für die Blütezeit der Glockenheide im Juni/Juli und der sehr seltene
Trauermantel,
der während des Spätsommers und zu Anfang des Herbstes am Rande der Birkenwälder zu beobachten ist.
Aber auch Libellen haben sich wieder vermehrt angesiedelt, so sind die gefährdete Nordische Moosjungfer, die Kleine Moosjungfer, sowie die
Torf-Mosaikjungfer zurückgekehrt.
In den Teichen findet man den
Moorfrosch.
Landschaftspflegemaßnahmen der GÖP:
Das NSG Wittmoor wird z.T. vom NABU und z.T. von der GöP betreut.
Die von uns betreuten Flächen liegen im Süden und im Nordosten des NSGs.
- Wir entfernen dort standortfremde Pflanzen wie z.B. den Japanischen Staudenknöterich, das
Indische Springkraut, den
Riesen-Bärenklau und vereinzelt auch Gehölze wie z.B. Amerikanische
Roteiche, Fichten, angepflanzte Weiden.
- Auf zwei
Flächen entkusseln wir jungen Baumaufwuchs, um diese Bereiche als Offenflächen zu
erhalten.
- Im gesamten Gebiet haben wir alte, nicht mehr benötigte Weidezaunreste, die teilweise auch
unzulässigerweise an Bäumen befestigt wurden, kartiert und haben begonnen sie zu entfernen.
- Auf den 1992 im Süden und Nordosten neu hinzugekommenden NSG-Bereichen haben
wir im
Vorwege mit Geldern des Naturschutzamtes insgesamt 15 Teiche angelegt, die sich insbe-
sondere unter dem Gesichtspunkt des Amphibien- und Libellenschutzes gut entwickelt haben.
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