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Tier- und
Pflanzenarten

 

Das NSG Rodenbeker Quellental

Lage:
Im Oberalstergebiet bei Lehmsal-Mellingstedt liegt das Naturschutzgebiet Rodenbeker Quellental.

Besonderheit:
Dieses Waldgebiet ist mit 50 Hektar nicht sehr groß, weist aber durch die von der letzten Eiszeit geprägte Landschaft eine Reihe geologischer, hydrologischer und botanischer Besonderheiten auf.

Verkehrsanbindung:
Mit der U1 bis Bahnhof Hoisbüttel; Bus 376 bis Sarenweg.

Entstehung:
Das Naturschutzgebiet liegt am Rande des Alsterurstromtals und zeugt in seiner Geländeform mit Tälchen, Schildrücken und Endmoränen von der letzten Eiszeit (Weichsel-Eiszeit). Die drei Wasserläufe Alster, Rodenbek und Bredenbek stellen die natürlichen Grenzen des Gebietes dar.

Die Bredenbek

Ökologie, Tiere und Pflanzen:
Die große Vielfalt der Standortbedingungen ermöglichte das Entstehen sehr verschiedenartiger Waldlandschaften. Insgesamt trifft man hier auf 11 verschiedene Waldformen und 13 unterschiedliche Pflanzengesellschaften.
Das Rodenbeker Quellental ist eine Landschaft mit unterschiedlichen Waldentwicklungsstadien. Einige Waldflächen sind 200-300 Jahre alt, während andere aufgrund menschlichen Eingriffes wesentlich jünger sind.
Laubmischwälder, in denen Buche, Stiel- und Traubeneiche sowie Hänge- und Moorbirke vorherrschen, stehen auf den durch die Eiszeit geformten sandigen und lehmigen Böden.
Buchen- und Eichen-Hainbuchen-Wälder wachsen auf den übrigen trocknen bis frischen Böden.
Auwälder, in denen hier die Erle vorherrscht, sind am Randstreifen längs der Alster zu finden, da dieser Bereich im Frühjahr meist einige Wochen unter Wasser steht und sich in dem ständig wassergesättigten Boden das Quell- und Regenwasser staut.
Quelle am Alsterhang Am Rande des Alstertalhanges treten an vielen Stellen Hang- und Sickerwässer aus, da hier wasserführende Erdschichten angeschnitten sind. Diese Quellen, die dem Naturschutzgebiet seinen Namen gegeben haben, gehören zu den wenigen natürlichen Wasseraustritten auf Hamburger Gebiet. Quellen sind ein inzwischen selten gewordener Lebensraum. An den Rändern dieser Quellmulden wachsen seltene Pflanzen wie z.B. Sanikel, Milzkraut, Wildprimel und die Nesselblättrige Glockenblume. Das Wasser im Bereich des Naturschutzgebietes ist durch die Einspeisungen der Quellen so sauber, dass dort anspruchsvolle Wassertiere leben können.
Lichtungen am Alsterufer werden freigehalten, um der seltenen Blauflügeligen Prachtlibelle Eiablageplätze auf besonnten Wasserpflanzen-beständen zu erhalten.
Die Waldlandschaft des Quellentales wird von drei Bächen durchzogen. Ober- und Unterlauf der Rodenbek wurden in Schleifen neu verlegt und somit renaturiert. Am Ufer der Rodenbek brütet
jetzt wieder die Gebirgsstelze.
Am Rand der Bredenbek wurden die Erlen unterspült und die Stelzwurzeln bieten nun zahlreichen Fischen und Kleinlebewesen einen idealen Lebensraum. In das Flussbett der Bredenbek wurden Feldsteine eingebracht, um den Bachlauf abwechslungsreicher zu gestalten.
Die vormals genutzten Fischteiche wurden zur Wiederansiedlung einiger Stillwasserarten genutzt. Die Teiche sind nun Laichgewässer für gefährdete Kleinfische wie z.B. Bitterling,Bitterling, den Schlammpeitzger und die Rotfeder.

Mit etwas Glück kann man im Rodenbeker Quellental noch den sehr selten gewordenen Eisvogel beobachten. Als Brutstätten dienen ihm in die steile Uferböschung gegrabene Erdhöhlen.
Auch die Wasseramsel, die sogar unter Wasser laufen kann, holt sich hier ihre Nahrung aus dem Wasser.

Totholz ist Lebensraum (Hier: Buntspecht)

Landschaftspflegemaßnahmen der GÖP:
Seit 1984 betreuen wir von der Gesellschaft für ökologische Planung e.V. dieses Naturschutzgebiet.
In dieser Zeit haben wir eine Vielzahl von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchgeführt, die hier auch zum Teil beschrieben wurden.

Aktuelle Pflegemaßnahmen sind:
- Zurückdrängen von standortfremden Pflanzen,
da diese sich stark ausbreiten und den
Lebensraum seltener heimischer Pflanzen
einnehmen.
- Den Riesen-Bärenklau haben wir durch Ausstechen
samt Wurzelknolle fast vollständig verdrängen
können. Es kommen lediglich vereinzelte Saat-
austriebe vor, die wir entfernen.
- Gelegentlich versperren wir sich neubildende
Trampelpfade, damit die Waldbereiche beruhigt
bleiben.
- Vereinzelt bauen wir - vermutlich von Kindern
erstellte -Holzbauten im Wald ab.
Auch dies ist zur Schonung der Ruhebereiche des
Gebietes notwendig.