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Naturschutzgebiet "Auenlandschaft Norderelbe"

Im Februar 2010 wurde das Projekt "Auenlandschaft Norderelbe" der GÖP vom Hamburger Senat zum 31. Naturschutzgebiet des Landes erklärt. Es handelt sich um ein elbübergreifendes Naturschutzgebiet im Bereich Billwerder Insel - Spadenländer Spitze - Spadenländer Busch / Kreetsand - und die Uferbereiche rund um die Bunthäuser Spitze.

In dem auf der Karte dargestellten Bereich ist entlang der Norderelbe und der Dove Elbe ein Mosaik verschiedener, ökologisch bedeutsamer und wertvoller Flächen vorhanden. Diese Flächen wurden zusammen mit einigen ungenutzten Bereichen, die noch im Sinne des Naturschutzes zu entwickeln wären, zu einem großflächigen Naturschutzgebiet (NSG) zusammengefasst.
Durch dieses elbbezogene NSG wird der Bedeutung der im Großraum Hamburg charakteristischen - und in dieser Ausprägung europaweit einmaligen - Lebensräume der Süßwassertide-Aue Rechnung getragen.
Im Einzelnen sind nachfolgend beschriebene Bereiche mit den entsprechenden Entwicklungszielen in das neue NSG einbezogen worden:
Deichvorland
- Das bestehende Elbvorland mit
Süßwassertide-Auwald und
Süßwassertide-Röhrichten.

Rückdeichungsflächen
- Die Deichrückverlegungsflächen
Spadenländer Spitze und
Spadenländer Busch / Kreetsand
.
Diese Flächen sind gerade in der
Umgestaltung, um wieder dem
ungehinderten Tideeinfluss
ausgesetzt zu werden.


zum Vergrößern klicken!

Wattfläche im Holzhafen
- Holzhafen (siehe Abb.):
Am südlichen Uferbereich
sind 2010 die Vorberei-
tungen für eine weitere
großflächige Rückdeichung
abgeschlossen worden. Sie
ist Bestandteil des
naturschutzrechtlichen
Ausgleichs für den ge-
planten sechsspurigen
Ausbau derAutobahn A1.
Auch hier werden somit die
ökologisch bedeutsamen
süßwassertidebeeinflussten
Lebensräume entstehen.
Der Holzhafen selber ist
schon heute zum großen
Teil für den Schiffsverkehr
gesperrt und als Wasser-
vogelreservat eingerichtet.

Bestehende Schutzgebiete:
- Das Naturschutzgebiet Rhee, ein ehemaliger Elbaltarm,
mit Option zur Wiederherstellung eines begrenzten Tideeinflusses.
- Das sogenannte "Vogelschutzgehölz", welches angrenzend an die "Billesiedlung" seit vielen Jahren
durch einen hohen Zaun abgeschirmt und völlig beruhigt ist. Es weist einen vielfältigen
Brutvogelarten-Bestand auf.

Speicherbecken mit Pumpenhäuschen

Brachflächen
- Die vier ehemaligen
Speicherbecken
der Hamburger
Wasserwerke (HWW) auf der "Billwerder Insel"
.
Diese werden seit 1991
nicht mehr genutzt, aber immer noch notdürftig
in Stand gehalten.
Im Uferbereich befindet
sich die einzige
Kormoran-Brutkolonie
auf Hamburger Gebiet
mit ca. 400 Brutpaaren.
Als Unterhaltungs-
maßnahme wäre im
Wesentlichen nur die
langfristige Haltung der
Wasserstände in den
Becken durch gelegent-
liches Zupumpen
sicherzustellen.
- Mehrere kleinere Brachflächen, die größtenteils auf ehemaligen Spülfeldern liegen und deren
landwirtschaftliche oder anderweitige Nutzung langfristig nicht vorgesehen ist.


Die Erschließung des neuen Naturschutzgebietes für Besucher kann östlich der Elbe sehr gut über die heute schon vielfach als Rad- und Wanderweg genutzte Deichverteidigungsstraße erfolgen, die für den öffentlichen Kfz-Verkehr gesperrt ist.
Im westlich der Elbe gelegenen Bereich bietet sich die wenig befahrene Strasse mit Fußweg entlang des neuen Hauptdeiches an.

Die 'Villa' - das ehemalige Laborgebäude auf Kaltehofe


Auf dem ehemaligen Wasserwerksgelände hat die Stiftung Wasserkunst Kaltehofe der HWW inzwischen erlebenswerte Einrichtungen geschaffen:
In der renovierten "Villa" befindet sich ein Café. Über einen unterirdischen Gang erreicht man das hinter der Villa neu errichtete Wassermuseum der HWW. Ein Naturlehrpfad und die Besichtigung des Industriedenkmals stehen weiterhin auf dem Programm.
Zwei Drittel der gesamten Fläche Kaltehofes sind dem Naturschutz und den Wasservögeln vorbehalten und für Publikum nicht zugänglich.



Die "Villa"